Es gibt Momente warum ich die Magersucht in mein Leben treten haben lasse. Damals wollte ich nur ein bisschen dünner und glücklicher sein. Doch was habe ich jetzt? 18kg weniger und doch, ich bin unglücklicher denn je. Am Anfang war es so leicht. Es hat mich ausgefüllt, mir Halt gegeben, es hat beflügelnd gewirkt. Jetzt ist es so schwer. Es zehrt mich aus, ich bin so müde und kraftlos.
Ich habe es immer geliebt spazieren zu gehen, jetzt spüre ich nach einiger Zeit jeden Herzschlag. Wie mein Herz langsamer schlägt als es sollte. Wie meine Hände zittern. Wie mein Atem schneller geht und ich am Rande des Zusammenbruchs stehe.
Ich habe immer meine Ledertasche in der Schule dabei gehabt. Heute kann ich sie nicht mehr tragen. Sie ist mir viel zu schwer und ich nehme deshalb jetzt einen Rucksack mit.
Ich habe es geliebt mit meinen Freunden zu Mittag zu essen. Jetzt sitze ich alleine im Klassenzimmer und warte auf die anderen oder ich schaue den anderen beim essen zu.
Es gibt noch so vieles was die Magersucht mir genommen hat.
Meine Lebensfreude, meine Gesundheit, viele Freunde, die Beziehung zu meinen Eltern.
Sie hat mir mein ganzes Leben genommen.
Ich will das nicht mehr, aber sie ist mir zu wichtig.
Sie ist mein Leben.
Sie ist alles was ich habe.
Ohne sie bin ich leer.
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