Ich habe bis jetzt immer einen Ort gehabt bei dem ich mich sicher fühlen konnte. Bei anderen ist das ihr Haus und ihre Familie, aber nicht für mich. Ich bin hier fehl am Platz, ich nerve nur und koste Geld, ich bin ein Störenfried, ein streunender Hund den man mit nimmt, weil man ihn so süß findet und dann zwei Monate später an der Autobahn aussetzt, weil er zu viele Probleme macht.
Meine letzten Orte an denen ich mich sicher gefühlt habe, waren keine Orte, es waren Menschen. Zuhause war in L.'s Armen, Zuhause war bei meinen Freunden, Zuhause konnte immer und überall sein. Zuhause war ich glücklich.
Jetzt bin ich rastlos, streune alleine durch die Stadt nachdem ich wieder ausgesetzt wurde, ich fühle mich echt wie ein streunender Hund. Ich verlasse das Haus morgens und komme abends wieder, ich gehe nicht gern in die Viertel der Stadt in denen viele Menschen sind und wenn ich doch hingehe, dann mit großer Kapuze, weiten Klamotten und Sonnenbrille. Ich will nicht erkannt werden, will nicht, dass Menschen mich anschauen.
Die letzten zwei Tage waren schön, niemand hat mich gekannt, aber noch besser war, dass ich keine Angst davor haben musste, dass jemand mich kennt. Ich hab mich lebendig gefühlt, habe wiedermal etwas mehr gegessen, ich war wieder ein bisschen glücklich. Habe mit Leuten geredet, die ich nicht kenne, ich habe süße Typen angelächelt, ich hab eine Viertelstunde mit dem netten Typen geredet, der bei Starbucks arbeitet. Ich war am Lachen.
Aber ich kann nichts davon haben, deswegen streune ich weiter alleine durch mein trostloses Leben, in dem keiner Zeit für mich hat. Ich versinke wieder mehr in meinen kranken Gedanken und vertraue mich wieder keinem an.
Ich bin wieder "zu Hause"
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